Trendforschung und Usability-Testing haben ihren festen Platz in der Anpassung von Produkten an die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen. „Virtual Prototyping“ ist eine Methode zur effektiven und kostengünstigen Anpassung der Entwicklungsschritte an die Anforderungen des Marketing.
Die Informationstechnologie bietet mit einer perfektionierten Hard- und Software der Design-Forschung inzwischen die Möglichkeit, physisch noch nicht existierende Testobjekte detailgenau, dreidimensional und dynamisch
in beliebigen Umfeldern darzustellen und die von ihnen ausgelösten Wahrnehmungsprozesse und Produkterlebnisse zu erkunden.
Hypothesen über die künftige Akzeptanz eines Produkts und deren Wechselwirkung mit dem Marken-Image stammen in der Regel aus der Befragung und Verhaltensbeobachtung von Testpersonen, die mit physischen Modellen auf unterschiedlichem Entwicklungsniveau und unterschiedlichem Finish konfrontiert werden. Zudem beeinflusst das inadäquate realitätsferne Umfeld der Testräume die Urteile und Wertungen der befragten Zielpersonen in schwer kontrollierbarer Weise.
Dieses auf den Produktbeurteilungen der Laien aufbauende Verfahren wird speziell im Automobilbereich treffend als product clinic bezeichnet. Es ist stationär und erfordert einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Designforschung auf virtueller Basis ist demgegenüber quasi „ambulant“,
d. h. räumlich und zeitlich wesentlich flexibler und lässt sich im Bedarfsfalle auch in den Alltag der Testpersonen einbetten.
So perfekt das Finish eines physischen Modells auch sein mag, für den Betrachter ist es immer ein Objekt, das noch nicht verfügbar ist. Dieser Effekt wird durch das Präsentationsumfeld noch verstärkt. Bei der virtuellen Präsentation kann das Objekt dynamisch in unterschiedlichen realistischen und lebendigen Umfeldern in einem unübertrefflichen Finish dargeboten werden, sodass keine Zweifel an seiner realen Existenz aufkommen. Durch Einbeziehung entsprechender Vergleichsobjekte kann auch die Wahrnehmung der Größenverhältnisse mit großer Genauigkeit gesteuert werden.
Das im Mittelpunkt der Sinus-Designforschung stehende Methodenpaket videre® (für virtual design research) bietet hier eine intelligente Lösung:
Die virtuelle Präsentation real noch nicht existierender Produkte, eingebettet
in erprobte Methoden der Marktpsychologie, liefert wertvolle Erkenntnisse über Erleben und Akzeptanz neuer Entwicklungen bei potenziellen Kunden.
videre® widerlegt auch den bisweilen geäußerten Vorbehalt antikreativer Einflussnahme der Designforschung auf den Gestaltungsprozess. Es bezieht nämlich die Designer selbst im Rahmen eines Laien-Experten-Dialogs unmittelbar in die Untersuchung mit ein und fördert so deren tiefe Einsichten
in die Erwartungen und Vorstellungen künftiger Käufer und Nutzer.

